Jahr 1659
Erwerb der Liegenschaft in der Oberkircher Vorstadt Loh und Bau des
Gasthauses „ Zur Linde „ durch den Oppenauer Gastwirt Georg
Fischer und dessen Sohn Christian am 3. Mai 1659
Jahr 1689
Brandschatzung nach Besetzung der Stadt Oberkirch durch
Französische Truppen und Niedergang der Linde am 10. September
1689.
Jahr 1692
Erfolgter Wiederaufbau durch Christian Fischer in der
heutigen Form des Fachwerkbaus unter Verwendung noch brauchbarer
Bauelemente des abgebrannten Hauses. Zeitzeuge ist der Scheitelstein
des Kellerzugangs mit der Inschrift „ 16 HFH 59 „
Jahr 1702
Fertigstellung des größeren Fachwerkhauses, des
noch heutigen Restaurants, durch den Sohn Johann Georg
Fischer , der auch die beiden Bauwerke mit einem Balusteraufgang
verband, heute bekannt als „ die Brücke „
Jahr 1766
Ein weiterer Generationswechsel war erfolgt auf Johann Michael
Fischer und dessen Ehefrau Barbara Geb. Stigler, die wiederum das
Anwesen auf ihre Tochter Maria Anna , verheiratet mit dem
Durbacher Georg Fidel Geldreich, übergab.
Jahre 18. - 19. Jahrhundert
Die Geldreichs führten in ihrer Generation mehr als 150
Jahre erfolgreich das Gasthaus „Zur Linde„, das
hinsichtlich der Ortsbestimmung „ Zur Oberen Linde„ wurde.
Die Oberen Lindewirte beherbergten zu jener Zeit berühmte
Gäste aus Politik und Hochadel, wie aus dem Gästebuch zu
entnehmen ist. Zwischen 1847 und 1849 trafen
sich die Akteure der Badischen Revolution in der „ Oberen Linde
„
Am 30 September 1879 war es Joseph Geldreich
beschieden, den 69. Geburtstag der Kaiserin Augusta
auszurichten. Dieser Anlass stand auch Pate zur Namensfindung des
1904 errichteten Augustasaales.
Jahr 1910
In diesem Jahr erwarben die Eheleute Zyriak Dilger und Maria Anna geb.
Kimmig den Gastronomiebetrieb. Es folgten schwierige Jahre des Ersten
Weltkrieges und der Weltwirtschaftskrise und weitere sollten folgen
Jahr 1936
Vorausschauend wurde deren Sohn Alfred Dilger mit einer
umfassenden Ausbildung als Koch und Hotelier im Ausland auf seine
zukünftige Tätigkeit vorbereitet. Zusammen mit seiner Frau
Gertrud geb. Keller führten sie seit 1936 das Hotel und Restaurant
durch die Wirren des Kriegs und Nachkriegsjahre.
In den Jahren 1944 bis 1955
wurde der Hotelbetrieb und nahezu das gesamte Anwesen von
den Französischen Streitkräften beschlagnahmt.
1948 aus
der Kriegsgefangenschaft heimkehrend führte Alfred Dilger im
Nachbarhaus seinen Hotelbetrieb weiter um die Tradition seines
Lebenswerks zu erhalten. Es folgten Jahre der Renovierung und
kostspieligen Umbaumaßnahmen.
Jahr 1970
Der Tradition folgend, hatten sich der Sohn Werner Dilger und dessen
Ehefrau Elisabeth geb. Berger auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Mit
viel Elan und finanziellem Engagement wurde das Erbe angenommen.
Es folgte 1972
die Aufnahme des Betriebes in die Kooperation „
Romantik-Hotels“ , zu deren Gründungs-mitgliedern
Werner und Elisabeth Dilger zählen. In den Jahren 1975 wurde
das Haus mit einer Weinstube und zwei Kegelbahnen erweitert, sowie die
Infra-struktur der Küche erneuert.
1979 entstand
ein aufwendiger Anbau im Romantikstil, der sich in die bestehende
Substanz gefällig Einfügt. Das Haus wurde vom Land
Baden-Württemberg zum Kulturdenkmal ernannt. Dem Romantikgedanken
verpflichtet und um das Wohlergehen des Gastes bemüht,
folgten in den Jahren zahlreiche Auszeichnungen aus der Hotel und
Gastronomiebranche, was den Eheleuten Dilger Ansporn war ihr Lebenswerk
zu erhalten. Im Zeichen des Wandels im Gastronomiegewerbe sowie die
Überführung des Betriebs in eine weitere Generation
wurden Strukturen geschaffen, die den Mitarbeitern und den
Gästen Rechnung tragen. Somit kann das Romantik Hotel
„ Zur Oberen Linde „ wie gewohnt in Erinnerung
bleiben und in eine erfolgreiche Zukunft blicken. |